Lineares Optimierungsproblem
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Definition
Ein lineares Optimierungsproblem besteht aus einer Zielfunktion und einem System von einschränkenden Bedingungen (Nebenbedingungen), die alle linear sind.
Man unterscheidet:
- Maximierungsprobleme (z. B. Maximierung von Gewinn oder Deckungsbeitrag)
- Minimierungsprobleme (z. B. Minimierung von Kosten oder Transportaufwand)
Maximiere bzw. minimiere die Zielfunktion
- [math]\displaystyle{ Z = c_1x_1 + c_2x_2 + \dots + c_nx_n }[/math]
unter den Nebenbedingungen
- [math]\displaystyle{ \begin{aligned} a_{11}x_1 + a_{12}x_2 &\le b_1\\ a_{21}x_1 + a_{22}x_2 &\le b_2\\ \vdots \end{aligned} }[/math]
sowie den Nichtnegativitätsbedingungen
- [math]\displaystyle{ x_1 \ge 0,\; x_2 \ge 0,\; \dots }[/math]
Die Menge aller zulässigen Lösungen heißt zulässiger Bereich.
Ökonomische Interpretation
- Zielfunktion: Gewinnfunktion oder Erlösfunktion
- Nebenbedingungen: Kapazitätsgrenzen (vgl. Kapazitätsgrenze)
- Variablen: Produktionsmengen
Grafische Lösung
Bei zwei Entscheidungsvariablen kann das Problem grafisch gelöst werden:
- Zeichnen der Nebenbedingungen als Geraden (vgl. Lineare Funktion)
- Bestimmung des zulässigen Bereichs
- Untersuchung der Eckpunkte (vgl. Eckpunktberechnungsmethode)
Beispiel
Ein Unternehmen produziert zwei Produkte:
- Gewinn pro Stück A: 3 GE
- Gewinn pro Stück B: 5 GE
Nebenbedingungen:
- [math]\displaystyle{ \begin{aligned} 2x + y &\le 8\\ x + 2y &\le 8\\ x,y &\ge 0 \end{aligned} }[/math]
Zielfunktion:
- [math]\displaystyle{ Z = 3x + 5y \rightarrow \max }[/math]
Zusammenhang zu anderen Themen
- Lösung von Gleichungssystemen: Lineares Gleichungssystem
- Darstellung in Tabellenform: Matrix